5 Wichtige Impfungen für ältere Erwachsene

Es ist egal, wie alt Sie sind, ein Fakt bleibt: Menschen werden krank, ältere Menschen und Kleinkinder sind besonders anfällig für potenziell schwere Krankheiten. Die Impfung ist eine der besten Möglichkeiten, um sicherzustellen, dass Sie und Ihre Enkelkinder so geschützt wie möglich sind. Wir nennen Ihnen die 5 wichtigsten Impfungen, die Sie unbedingt mit Ihrem Arzt besprechen sollten, bevor Sie sich mit Ihrem Enkelkind treffen.

1. Die Grippeimpfung

Die meisten Leute glauben, dass die Grippe eine schwere Erkältung ist. Dies ist nicht korrekt, da eine Grippe ein respiratorisches Virus sein kann und sehr gefährlich ist, im schlimmsten Fall sogar tödlich. Allein in den USA sterben jedes Jahr zwischen 12.000 und 56.000 Menschen an der Grippe und Hunderttausende werden ins Krankenhaus eingeliefert. Bei vielen dieser Todesfälle handelt es sich um Personen mit bestehenden Erkrankungen, die bei einer rechtzeitigen Erkennung erfolgreich behandelt werden können. Von daher raten wir Ihnen bei den ersten Anzeichen einer Grippe Ihren Hausarzt aufsuchen.

Die Grippe entwickelt sich schnell zu einer Volkskrankheit und auch gesunde Menschen können davon betroffen sein. Mit wenigen Ausnahmen wird der Impfstoff für alle über 6 Monate empfohlen. Vor allem Großeltern sollten jedes Jahr eine Grippeimpfung erhalten, nicht nur, um sich selbst zu schützen, sondern auch um die jüngsten Familienmitglieder zu schützen. Bis Ihr Enkelkind mit 6 Monaten die erste Impfung erhält, ist es nämlich dem nahen Umfeld schutzlos ausgeliefert.

2. Keuchhusten (Pertussis)

Sollten Sie bereits ein Enkelkind haben, werden Sie womöglich schon den TDAP Impfstoff erhalten haben. Dieser Impfstoff schützt gegen Pertussis. Diese Erkrankung wird bei Erwachsenen häufig unter diagnostiziert, da sie nach der Kindheit tendenziell mildere Symptome aufweist.

Viele ältere Menschen erkennen aber nicht, dass sie infiziert sind, und weisen Anzeichen einer Infektion oft als Allergien ab. Selbst wenn die Symptome mild sind oder nicht vorhanden, können Sie die Bakterien an andere Personen weitergeben, einschließlich an gefährdete Neugeborene, für die Pertussis gefährlich sein kann. Tatsächlich ist es so, das die Hälfte aller Babys unter einem Jahr, die Pertussis bekommen, ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Die erste Dosis des Impfstoffs wird im Alter von zwei Monaten verabreicht. Die Impfungen umfassen tatsächlich mehrere Dosen über einen Zeitraum von mehreren Jahren und ist nicht zu 100% wirksam. Selbst mit dem Impfstoff kann ein geimpfter Säuglinge immer noch krank werden.

3. Pneumokokkenimpfung

Pneumokokken ist ein Bakterium, das unter anderem Lungenentzündung verursachen kann. Dieses Bakterium kann häufig von jungen Kindern an ältere Erwachsene weitergegeben werden. Bei Kindern kann Pneumokokken zu leichten Erkrankungen wie Ohrenentzündungen oder einer schwerwiegenden Erkrankung wie Meningitis führen. Bei Erwachsenen ist Pneumokokken jedoch häufig ein Grund für eine Lungenentzündung. Allein in den Vereinigten Staaten liegen jedes Jahr schätzungsweise 900.000 Fälle von Erkrankungen vor. Während mehr als 90% der Kinder unter 3 Jahren vollständig gegen Pneumokokken geimpft sind, ist die Rate bei Erwachsenen über 65 Jahre weitaus niedriger. Es gibt je nach Alter und Gesundheitszustand zwei Arten von Pneumokokken-Impfstoffen, Ihr Arzt weiß am besten, welche Sie benötigen.

4. Gürtelrose (Herpes Zoster)

Sollten Sie über 60 Jahre alt sein, wäre es angebracht, wenn Sie sich gegen Gürtelrose impfen lassen. Dies wird auch empfohlen, wenn Sie bereits einmal Windpocken hatten. Die beiden Krankheiten werden durch das gleiche Virus verursacht. Als Erwachsener können Sie einem Kleinkind keine Gürtelrose übertragen, jedoch können Sie nochmals Windpocken infizieren. Wie ist das möglich, wenn es sich um den gleichen Virus handelt? Das Virus ist so hartnäckig, das es reaktiviert werden kann und bei Erwachsenen eine Gürtelrose verursacht. Wenn Sie Gürtelrose haben, können Sie das Virus an jemanden übertragen, der noch keine Windpocken hatte oder noch nicht gegen das Virus geimpft wurde. Beide Krankheiten verursachen Ausschläge, wobei der Ausschlag der Gürtelrose oft schmerzhafter ist. Die Krankheit neigt dazu, nur auf einer Körperseite oder entlang der Nerven aufzutreten. Manchmal kann der Schmerz durch die Gürtelrose Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern, bis der Ausschlag beseitigt ist.

5. MMR – Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln

Sollten Sie 1957 oder später geboren sein und nicht gegen Masern geimpft wurden, sollten Sie möglicherweise eine Auffrischung erhalten. Masern sind extrem häufig und fast jeder bekam diese, bis der Masernimpfstoff weit verbreitet war. Zwar sind Impfungen an der Tagesordnung, aber es ist nach wie vor weltweit die häufigste Todesursache bei Kleinkindern. Jedes Jahr sterben mehr als 100.000 Menschen daran. Es gibt einige Menschen und Familien, die sich dafür entscheiden, auf diese Impfung zu verzichten. Heutzutage feiert jedoch Masern ein Comeback. Selbst wenn Sie der Meinung sind, dass Sie keine Gefahr haben, die Masern, Mumps oder Röteln zu erhalten, ist es immer noch eine gute Idee, sicherzustellen, dass Sie sich impfen. Wir empfehlen Ihnen auch hier mit Ihrem Hausarzt zu sprechen.

Wir empfehlen Ihnen außerdem diesen Artikel der Apotheken Umschau

Show Buttons
Hide Buttons